KI-Korrektur

Klausuren an der Hochschule vorkorrigieren

Große Klausurstapel, eine Musterlösung, ein enger Zeitplan bis zur Notenmeldung: An Hochschulen kommt bei der Korrektur viel zusammen. Zencurio liest handschriftliche Klausuren, schlägt Punkte nach deiner Musterlösung vor und zeigt die Begründung am Scan. Bewerten tust du.

Stand: 7. November 20263 Minuten LesezeitVon Cihad Gök

Kurz beantwortet

Eine KI darf Prüfungsleistungen an deutschen Hochschulen nicht selbst bewerten, nach § 15 Abs. 4 HRG bewerten nur qualifizierte Personen. Die TH Mittelhessen hält eine unterstützende Nutzung für möglich, wenn die prüfende Person die Verantwortung behält. Die Uni Bremen sieht schon eine Vorkorrektur kritisch. Prüf deshalb vor dem Einsatz die Regeln deiner Hochschule.

Auf dieser Seite

Wofür sich die Vorkorrektur eignet

  • Probeklausuren und Übungsblätter: Rückmeldung für Studierende, ohne dass eine Prüfungsleistung bewertet wird.
  • Klausuren mit Musterlösung und Punkteschema: Zencurio schlägt je Teilaufgabe Punkte vor und markiert die Stelle im Scan, auf die sich der Vorschlag stützt.
  • Gleiche Maßstäbe über den ganzen Stapel: Jede Klausur wird an derselben Musterlösung gemessen, und zu jedem Vorschlag siehst du die Begründung.

Eigene Testreihen gibt es bisher für Englisch sowie für Mathematik und Naturwissenschaften, jeweils auf Schulniveau. Für Fächer wie Jura oder Medizin fehlen eigene Tests.

Was Prüfungsrecht und Leitlinien sagen

Regeln und Empfehlungen zur KI bei Prüfungen
QuelleAussage
§ 15 Abs. 4 HRGPrüfungsleistungen dürfen nur Personen bewerten, die selbst mindestens die festgestellte Qualifikation besitzen.
TH MittelhessenChatGPT darf keine Prüfungsleistungen bewerten, weil es keine prüfberechtigte Person ist. Unterstützend kann es wirken, etwa beim Formulieren der Bewertung. Die endgültige Verantwortung liegt bei der prüfenden Person.
Universität BremenKorrektur mit KI-Diensten ist derzeit nur mit Einschränkungen zulässig, die Letztentscheidung liegt bei den Prüfenden. Auch die Übertragung einer Vorkorrektur an einen KI-Dienst sei kritisch zu bewerten. Personenbezogene Daten sind zu anonymisieren, ein KI-Dienst ersetzt nicht das Zwei-Prüfer-Prinzip.

Zencurio ist für genau diese Rolle gebaut: Es schlägt vor, du entscheidest. Welche Nutzung an deiner Hochschule zulässig ist, regeln Prüfungsordnung und Leitlinien vor Ort.

So arbeitest du mit Zencurio

  1. Musterlösung hinterlegen. Teilaufgaben mit erwarteter Lösung und Punkten, in Zencurio heißt das Erwartungshorizont.
  2. Klausuren scannen. Statt Namen oder Matrikelnummern tragen die Arbeiten Kennungen, Namen in der Kopfzeile werden vor der Vorkorrektur geschwärzt.
  3. Text prüfen neben dem Scan.
  4. Vorschläge prüfen. Punkte je Teilaufgabe bestätigen oder ändern.
  5. Noten bestimmen. In der App sind bisher Schulnoten hinterlegt. Für 1,0 bis 5,0 rechnest du die Punkte mit dem Notenschlüssel Hochschule um.

Datenschutz

Zencurio hostet in Deutschland, Texterkennung und KI laufen in EU-Regionen von Google Cloud. Inhalte aus Zencurio werden nicht zum Training von KI-Modellen genutzt. Der Vertrag über die Auftragsverarbeitung ist Teil der AGB. Ob du Prüfungsarbeiten mit einem externen Werkzeug verarbeiten darfst, regelt deine Hochschule.

Österreich und Schweiz

An österreichischen Universitäten gilt die Skala von sehr gut (1) bis nicht genügend (5) ohne Zwischenbeurteilungen, so steht es in § 72 Universitätsgesetz. In der Schweiz vergibt zum Beispiel die ETH Zürich Noten von 1,0 bis 6,0 in Viertelnoten. Beide Skalen rechnen der Notenschlüssel Hochschule mit ganzen Noten und der Notenrechner Schweiz.

Häufige Fragen

Darf eine KI Uni-Klausuren bewerten?

Nein, bewerten dürfen nur qualifizierte Personen. Ob eine KI dabei unterstützen darf, etwa mit Punktvorschlägen, regeln Prüfungsordnung und Leitlinien deiner Hochschule unterschiedlich.

Unterstützt Zencurio die Noten 1,0 bis 5,0?

In der App sind bisher Schulnoten hinterlegt. Die Punkte je Teilaufgabe sind davon unabhängig. Die Note von 1,0 bis 5,0 bestimmst du mit dem Notenschlüssel Hochschule.

Kann ich die Klausuren anonym hochladen?

Zencurio verwendet statt Namen Kennungen und schwärzt Namen in der Kopfzeile. Anonym wird eine handschriftliche Arbeit dadurch nicht, die Handschrift selbst kann eine Person erkennbar machen.

Quellen

  1. Hochschulrahmengesetz (HRG), § 15 Prüfungen und Leistungspunktsystem
  2. TH Mittelhessen, Prüfungsamt: Prüfberechtigung im Lichte generativer KI
  3. Universität Bremen: KI in der Lehre, rechtliche Empfehlungen
  4. Universitätsgesetz 2002 Österreich, § 72 Beurteilung des Studienerfolgs
  5. ETH Zürich: Abschlüsse, Noten und Kreditpunkte in der Weiterbildung

Stand der Angaben: 7. November 2026. Regeln deines Landes und Beschlüsse deiner Fachkonferenz gehen vor. Fehler gefunden? Schreib uns über das Kontaktformular.

Den nächsten Stapel mit Zencurio vorkorrigieren

Zencurio liest die Handschrift und schlägt Punkte nach deinem Erwartungshorizont vor, jeweils mit Begründung. Die Note gibst du. Der Einstieg ist kostenlos und ohne Zahlungsdaten.

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